„Was ich suche, ist die Verbindung
des Wirklichen mit dem Wunderbaren.
Die Dinge sind mehr als sie sind, wenn sie beginnen
zu deuten. Eigenes drückt Fremdes aus, in dem Fremdes
zum Eigenen wird – ein Wechselprozess, in dem
Ideen Bilder werden und Bilder zu Ideen.
Das Visuelle als eine Sprache, die geeignet ist, die
Wirklichkeit stets neu zu definieren. Sehen als eine
Art immateriellen Tastens, denn eine Linie lieben heißt,
sie mit den Augen nachziehen.
Die Kamera macht das Nehmen leicht. Doch wie viel mehr
muss ein Fotograf geben, um die Wirklichkeit zu transformieren?
Zum ersten Mal wird ein Vorgang lebendig, bei dem Lesen
und Schreiben gleichzeitig vor sich geht.“
Ernst Haas
